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Katzensitter-Kosten erklärt – so sind Preise kalkuliert

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Wie viel kostet ein Katzensitter? Und wie sind die Preise eigentlich kalkuliert? Lese jetzt eine ehrliche Antwort, wie die Kosten aussehen und wie viel davon beim Tierbetreuer ankommt.

Wie viel kostet ein Katzensitter und wie setzt sich der Preis zusammen? - Dargestellt mit einer Katze und einem Geldsack.
Die Katzensitter-Kosten erklärt.

Schnell-Info: Wie viel kostet ein Katzensitter?

  • Preise bewegen sich zwischen 0 und 35 € pro Besuch plus Fahrtkosten plus Zuschläge.
  • Ein gewerblicher Sitter muss, um von seiner Arbeit langfristig leben zu können, mindestens 6000 € Umsatz pro Monat machen. Er muss daher mindestens 50 € pro Besuch verlangen. Da dies kaum durchsetzbar ist, arbeiten die meisten Sitter nicht vollzeit, verdienen sehr wenig oder bieten weitere Leistungen an.

Wie viel kostet ein Katzensitter?

Die meisten Katzensitter bieten ein bis zwei Besuche pro Tag an, wobei der Einzelpreis bei zwei Besuchen meist etwas günstiger ist.

Übliche Preise liegen zwischen 15 und 35 € (plus Fahrtkosten und Zuschlägen) bei einem Besuch pro Tag.

Mögliche Zuschläge:

  • Fahrtkosten: Pauschal (z. B. + 5 € je Besuch) oder genau nach Kilometer berechnet (z. B. 1 km = 1 €).
  • Kennenlernentreffen: Viele Tiersitter berechnen die Kosten nur, wenn kein Auftrag zustande kommt. Sonst ist eine Preisspanne von 10 bis 60 € üblich.
  • Schlüsselübergabe/-rückgabe: Fahrtkosten oder pauschal 5 bis 20 €.
  • Zuschläge für besondere Tage: Wochenende (z. B. + 5 €) oder Feiertag (z. B. 100 % mehr).
  • Anzahl Katzen: Ab drei Katzen wird größtenteils eine Gebühr erhoben (z. B. 5 € je weitere Katze pro Besuch).
  • Medikamentengabe: Die Gabe von Medikamenten wird meist extra berechnet (z. B. 2,5 € je Gabe).
  • Zusätzliche Leistungen: Blumengießen, Mülltonnen an die Straße stellen, Briefkasten leeren oder andere Tiere betreuen sind je nach Aufwand kostenlos oder werden per Pauschalpreis oder mit einem Stundensatz von 20 bis 50 € berechnet.
  • Fahrt zum Tierarzt: Bei einem Notfall wird die Fahrt zum Tierarzt in Rechnung gestellt. Üblich ist die Abrechnung der Zeit mit einem Stundensatz (z. B. 20 – 50 €) oder mit einem Pauschalpreis (z. B. 100 €).
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Kalkulation: Wie setzt sich der Preis im Detail zusammen?

Die Kosten, die ein Katzensitter hat, sind sehr individuell und von verschiedenen Faktoren wie dem Wohnort, der Anzahl der Kunden oder persönlichen Fähigkeiten abhängig. Im Folgenden siehst du eine Liste mit Kostenpunkten und einem monatlichen Preis, der bei sparsamen, gewerblichen Tierbetreuern zustande kommt:

  • Auto (z. B. für Kraftstoff, Versicherung, Steuer, Anschaffungskosten, Reparaturkosten, Abnutzungskosten): 300 bis 600 € (Kleinwagen)
  • Versicherungen (z. B. Haftpflicht, Rechtsschutz etc.): 20 bis 100 €
  • Rücklagen (z. B. für Rente, Ausfallzeiten (Krankheit, keine Aufträge), Preissteigerungen etc.): 200 bis 1000 € (eher mehr)
  • Beratungskosten (z. B. Unternehmensberatung, Steuerberatung etc.): 0 bis 200 €
  • Weiterbildungen (z. B. um Fachwissen anzueignen): 0 bis 400 €
  • Marketing (z. B. Werbeanzeigen, Webhosting, Tools programmieren): 30 bis 500 €
  • Kundenbetreuung (Handyvertrag, Nachrichten beantworten (Zeitfaktor)): 10 bis 500 €
  • Buchhaltung (z. B. für Buchhaltungsprogramme): 20 bis 50 €
  • Sonstiges (z. B. Desinfektionsspray, Verbandszeug, Kleidung etc.) 0 bis 50 €

Macht in der Summe circa 580 bis 3400 € pro Monat an laufenden Kosten. Hinzu kommen zusätzliche Steuern neben der Einkommenssteuer (z. B. 19 % Umsatzsteuer und 3,5 % Gewerbesteuer). Auch gibt es bei der Pflege- und Krankenversicherung keinen Arbeitgeber, der die Hälfte der Kosten übernimmt.

Diese Kosten müssen gedeckt werden.

Verdient ein Katzensitter dann überhaupt etwas?

Zu bedenken ist, dass eine Person, die selbstständig arbeitet, mindestens mit einem Stundensatz von 50 €, besser 100 €, kalkulieren sollte, damit am Ende noch ein ausreichender Gewinn zurückbleibt.

Maximal sind bei einer 40-Stunden-Woche und eingerechneten Zeiten für Buchhaltung, Marketing und Ausfälle pro Monat 120 Besuche möglich. Ein Besuch dauert circa 1 bis 1,5 Stunden, je nach Verkehrslage und Länge des Weges.

Knapp berechnet ist somit ein Monatsumsatz von 6000 € erforderlich (Annahme: 50 € Stundensatz, 120 Stunden Besuchszeit).

Macht: 50 € pro Besuch. Ohne die Kosten einberechnet zu haben.

Wenn ein Tiersitter also pro Tag nur 20 € verlangt, macht dieser keinen Gewinn oder sogar Verlust. Das ist die Realität.

Jetzt ist es so, dass kaum ein Tierhalter bereit ist, über 50 € für einen Besuch zu bezahlen, weshalb die Differenz (50 € – Preis) über andere Wege erwirtschaftet werden muss. Zu bedenken ist auch, dass die meisten gar nicht ausgebucht sind und deshalb mehr verlangen müssten. Viele Haustiersitter arbeiten deshalb nicht Vollzeit oder verdienen sehr wenig.

Ich selbst kalkuliere als gewerblicher Katzensitter mit einer Mischkalkulation. Da ich über andere Wege einen höheren Stundensatz erreiche, kann ich für die mobile Katzenbetreuung einen günstigen Preis anbieten.

Welchen Preis findest du angemessen? Mit einem Kommentar sagst du deine Meinung.

Fragen und Antworten

Wie hoch ist das Gehalt eines Katzensitters?

Es kann bei 100 € pro Monat liegen oder auch bei 10.000 €. Es kommt darauf an, was genau der Tierbetreuuer anbietet und wie viele Kunden er hat. Die meisten verdienen vermutlich weniger als 1000 € netto.

Kann ich Trinkgeld geben?

Ja. Ich selbst verlange kein Trinkgeld, würde jedoch nicht nein sagen.

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katzensitter oldenburg
Beitrag verfasst von:
Henrik Blaschke
Henrik ist selbst seit vielen Jahren Katzenhalter. Seit 2018 führt er den Katzenblog smallnature.de, in dem du über 100 Ratgeber findest. Er ist zudem Futterberater und Katzensitter. Hier auf Katzensitter-Oldenburg.de behandelt er hauptsächlich das Thema Katzenbetreuung.

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