Du willst Katzensitter werden? Hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Schnell-Info: Katzensitter werden
- Voraussetzungen: Du kennst dich mit Katzen aus, bist freundlich, zuverlässig und hast Zeit.
- Ausbildung beginnen: Es gibt keine Berufsausbildung, weshalb du direkt starten kannst. Prüfe, ob du ein Gewerbe brauchst! Apps können zum Start helfen, um den Job kennenzulernen.
Inhaltsverzeichnis
Was sind die Voraussetzungen? Bin ich überhaupt dafür geeignet?
Es gibt keine Berufsausbildung zum Katzensitter. Das bedeutet, jeder kann diesen Job sofort ausüben, jedoch solltest du diese Voraussetzungen mitbringen:
- Du magst Katzen.
- Du bist geduldig.
- Du bist freundlich.
- Du hast Zeit. Auch am Wochenende.
- Du bist zuverlässig und hältst Termine immer ein.
- Du bist mobil. Du hast also ein Fahrrad oder ein Auto.
- Du bleibst bei Notfällen ruhig, kontaktierst den Halter und suchst bei Bedarf einen Tierarzt auf.
- Du hast Grundwissen über Katzen. Du musst kein Experte sein, jedoch ist es hilfreich, sich mit den Tieren auszukennen, die du betreust.
- Du bist kein Verbrecher. Dein polizeiliches Führungszeugnis ist idealerweise sauber, da die Arbeit in fremden Wohnungen verrichtet wird.
Anleitung: Katzensitter werden
Schritt 1: Gewerbe oder Minijob?
Es gibt Portale und Apps, wo du dich als Tiersitter registrieren kannst. Für den Start ist dies der einfachste Weg, weil du nur ein Profil erstellen musst und losgeht’s.
Hier findest du eine Liste mit den Apps: Katzensitter-Apps in der Übersicht.
Solche Portale verlangen jedoch Gebühren und die Verdienstmöglichkeiten liegen oft unter dem Mindestlohn.
Wenn du selbst nach Auftraggebern, sprich Katzeneltern, suchen und deine Dienste anbieten willst, benötigst du ein Gewerbe. Du kannst es beim Gewerbeamt (manchmal auch Bürgeramt) deiner Gemeinde/Stadt anmelden. Für die Gewerbeanmeldung entstehen Kosten von circa 30 € (je nach Wohnort auch weniger oder mehr).
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Schritt 2: Versicherungen schecken
Du solltest dich rechtlich absichern. Prüfe, ob deine private Haftpflichtversicherung Tiere abdeckt oder eine spezielle Tierbetreuungspolice nötig ist.
Auch musst du beachten, dass du möglicherweise, je nachdem, wie viel du verdienst, Steuern zahlen musst und eine Pflege- und Krankenversicherung brauchst.
Schritt 3: Profil erstellen und Preise festlegen
Du kannst dich nun bei den angesprochenen Portalen anmelden oder eine Webseite oder ein Instagram-Profil erstellen, um anderen zu sagen: „Hey, ich kann auf deine Katze aufpassen.“
Hierbei kannst du auch deine Preise festlegen. Tipp: Recherchiere, was andere Katzensitter in deiner Stadt verlangen, und überlege, ob du pro Besuch, pro Stunde oder pro Tag abrechnen willst.
Lestipp: Kalkulation der Preise.
Schritt 4: Erste Kunden gewinnen
Nun kommt der schwierige Teil, an dem die meisten scheitern und weshalb deine Erwartungen nach einem hohen Gehalt, nicht allzu hoch sein sollten.
Wie findest du Kunden?
Du kannst warten, bis sich jemand bei dir meldet. Oder du erzählst allen – z.B. Freunden, Familie, Nachbarn –, was du anbietest. Vielleicht kennt wer wen, der nach einer Betreuung sucht. Auch kannst du dein Instagram-Profil ausbauen und darüber Interessenten finden.
Beachte: All dies kostet viel Zeit. Es dauert vielleicht zwei Monate, bis du auf die erste Katze aufpasst.
Du benötigst eine Anleitung, wie du ohne 10.000 Follower Kunden gewinnst? Ich habe dir hier eine komplette Anleitung aufgeschrieben: PDF-Anleitung.
Schritt 5: Kunden bedienen und zu Stammkunden machen
Sobald du einen Kunden gefunden hast, solltest du ihn glücklich machen, damit er dich erneut bucht. Sei also pünktlich und verpflege die Katzen gut.
Schritt 6: Buchhaltung und Steuern zahlen
Idealerweise führst du Buch, wann du welche Katze, wie lange und für wie viel Geld betreust. Auch solltest du Belege für mögliche Kosten aufbewahren, um sie gegebenenfalls von der Steuer abzusetzen.
Je nach deinem Verdienst, musst du einmal pro Jahr (oder auch häufiger, wenn du viel verdienst) eine Steuererklärung abgeben. Genaue Informationen dazu teilt dir ggf. das Finanzamt mit.
Katzensitter werden ist somit recht einfach. Wirklich Geld damit zu verdienen, ist allerdings schwierig, weil du zunächst viele Kunden finden musst.
Wie hoch ist das Gehalt eines Katzensitters?
Die meisten Katzensitter arbeiten nicht in Vollzeit, sondern übernehmen gelegentlich die Aufgabe der Betreuung, weil sie nicht so viele Kunden finden oder keine Nachfrage vorhanden ist. Du musst beachten, dass du hauptsächlich in den Sommerferien Anfragen bekommst.
Das Gehalt eines Katzensitters hängt davon ab, wie viele Kunden du findest. Es kann bei 0 € pro Monat sein oder auch bei 4000 €. Realistisch betrachtet, verdienen die meisten weniger als 500 € netto pro Monat.
Noch Fragen? Scrolle nach unten und verfasse einen Kommentar.
FAQ Katzensitter werden
Wie viel kann ich verdienen?
Das hängt davon ab, wie viele Kunden du hast und ist deshalb nicht genau bezifferbar. Die meisten verdienen ein paar hundert Euro.
Welche Voraussetzungen brauche ich?
Du solltest Katzen lieben, zuverlässig sein, Grundwissen über das Verhalten von Katzen haben und sauber arbeiten. Gute Kommunikation schafft zusätzlich Vertrauen.
Ist Tierbetreuuer ein gefährlicher Beruf?
Du fährst viel Auto/Fahrrad, wobei immer was passieren kann. Kratzer oder sogar Bisswunden sind nicht unbedenklich. Auch kann es sein, dass du einen Einbrecher begegnest oder Überfallen wirst, da du ggf. einen Zugang zu einem Millionen-Haus besitzt. Es kann somit durchhaus ein sehr gefährlicher Beruf sein, jedoch ist es eher unwahrscheinlich, das du z.B. einen Einbrecher begegnest.
Brauche ich eine spezielle Ausbildung, um Katzensitter zu werden?
Nein, um Katzensitter zu werden, brauchst du keine Ausbildung. Erfahrung, Ruhe und ein guter Umgang mit Katzen reichen.
